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GefahrstoffkatasterGefahrstoffkataster

Was ist ein Gefahrstoffkataster? Definition & Pflichten

Ein Gefahrstoffkataster ist ein Verzeichnis aller Gefahrstoffe, die in einem Unternehmen verwendet werden. Es dient der Sicherheit von Mitarbeitern und der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.

Definition: Was ist ein Gefahrstoffkataster?

Ein Gefahrstoffkataster ist einsystematisches Verzeichnis aller Gefahrstoffe, die in einem Betrieb verwendet, gelagert oder transportiert werden. Es enthält Informationen zu Gefahreneigenschaften, Mengen, Lagerorten und Sicherheitsmassnahmen.

Das Kataster dient als Grundlage fuer die Gefaehrdungsbeurteilung und muss jederzeit aktuell und verfuegbar sein. Es ist kein statisches Dokument, sondern wird kontinuierlich gepflegt und aktualisiert.

Gesetzliche Grundlage: GefStoffV

Die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) schreibt in § 6 vor, dass jeder Arbeitgeber ein Verzeichnis aller verwendeten Gefahrstoffe führen muss. Dieses Verzeichnis muss enthalten:

  • 1.Bezeichnung und Menge der Gefahrstoffe
  • 2.Lagerort und Verwendungshinweise
  • 3.Gefahrenklasse und CLP-Kennzeichnung
  • 4.Sicherheitsdatenblaetter und Betriebsanweisungen

Bei der Erstellung sind auch die Technischen Regeln fuer Gefahrstoffe (TRGS) zu beachten, insbesondere TRGS 400 fuer die Gefaehrdungsbeurteilung und TRGS 510 fuer die Lagerung.

Aufbau und Inhalt eines Gefahrstoffkatasters

Ein vollstaendiges Gefahrstoffkataster besteht aus mehreren Elementen:

Stoffverzeichnis

Liste aller Gefahrstoffe mit Handelsnamen, CAS-Nummern und Gefahrenklassifizierung nach CLP.

Lagerorte

Zurodnung der Stoffe zu具体的 Lagerorten, Regalen oder Bereichen. Wichtig fuer die Zusammenlagerungspruefung.

Sicherheitsdatenblaetter

Alle Sicherheitsdatenblaetter (SDB) muessen im Kataster hinterlegt und jederzeit zugaenglich sein.

Mengenverfolgung

Aktuelle Mengen je Stoff und Lagerort. Kritische Schwellenwerte muessen ueberwacht werden.

Fristen und Aufbewahrungspflichten

Das Gefahrstoffkataster muss dauerhaft aufbewahrt werden. Auch nach Beendigung der Verwendung eines Stoffes muessen die Daten mindestens 10 Jahre lang gespeichert bleiben - bei krebserzeugenden Stoffen teils laenger.

Wichtige Fristen

  • Aufbewahrung SDB: mindestens 10 Jahre nach letzter Verwendung
  • Aktualisierung: bei Aenderungen sofort, sonst mindestens jaehrlich
  • Substitutionspruefung: alle 3 Jahre oder bei neuen Erkenntnissen

Warum Software besser ist als Excel

Viele Unternehmen fuehren ihr Gefahrstoffkataster noch in Excel. Das ist fehleranfaellig und zeitaufwändig. Eine Software-loesung bietet folgende Vorteile:

  • Automatische Zusammenlagerungspruefung - Das System warnt bei gefaehrlichen Kombinationen
  • Mengenueberwachung - Automatische Alerts bei Schwellenwert-Ueberschreitung
  • Immer aktuell - CLP-Aenderungen werden automatisch uebernommen
  • Ortsunabhaengig - Zugriff von ueberall, kein Hin- und Her-Senden von Dateien