Gefahrstoffkataster: Was ist das und warum brauchen Sie es?
Ein Gefahrstoffkataster ist mehr als nur eine Liste — es ist Ihre rechtliche Absicherung und der erste Schritt zu einem sicheren Gefahrstoffmanagement.
Was ist ein Gefahrstoffkataster?
Ein Gefahrstoffkataster ist ein vollstaendiges Verzeichnis aller Gefahrstoffe, die in einem Unternehmen verwendet, gelagert oder weiterverarbeitet werden. Es enthaelt Informationen zu:
- Bezeichnung und Menge der Stoffe
- CLP-Kennzeichnung und Gefahrenpiktogramme
- Lagerort und Verwendungshinweise
- Sicherheitsdatenblaetter und Erste-Hilfe-Massnahmen
Das Kataster dient nicht nur der eigenen Organisation, sondern auch als Nachweis gegenueberFuer die Einfachheit und Behoerden bei Kontrollen.
Pflichten nach GefStoffV
Die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) verpflichtet jeden Arbeitgeber, der Taetigkeiten mit Gefahrstoffen durchfuehrt, ein solches Verzeichnis zu fuehren — und zwar unabhaengig von der Unternehmensgroesse.
Der Deutsche Gesetzgeber unterscheidet nicht zwischen grossen und kleinen Unternehmen. Selbst wenn Sie nur einen einzigen Gefahrstoff in small Mengen verwenden, besteht die Pflicht zur Fuehrung eines Gefahrstoffkatasters.
Rechtliche Grundlage
§ 6 Abs. 12 GefStoffV: “Der Arbeitgeber hat ein Verzeichnis aller Gefahrstoffe zu fuehren, denen Beschaeftigte ausgesetzt sein koennen.” Dies gilt fuer alle Branchen und Betriebsgroessen.
Software vs. Excel: Was ist besser?
Viele Unternehmen starten mit Excel-Tabellen. Das ist verstaendlich — Excel ist ueberall verfuegbar und kostenlos. Doch bei der professionellen Gefahrstoffverwaltung stoesst Excel schnell an seine Grenzen:
Excel
- Manuelle Pflege, fehleranfaellig
- Keine automatische Zusammenlagerungspruefung
- Keine Erinnerung an Fristen
- Versionierungsprobleme bei Mehrbenutzung
Software
- Automatische Aktualisierung bei Stoffaenderungen
- Sofortige Warnung bei gefaehrlichen Kombinationen
- Mengenueberwachung und Fristen-Alerts
- Revisionssichere Dokumentenablage
Wer braucht ein Gefahrstoffkataster?
Grundsaetzlich gilt: Jeder Betrieb, der mit Gefahrstoffen umgeht, benoetigt ein Kataster. Typische Branchen sind:
- Kfz-Werkstaetten (Oel, Bremsfluessigkeit, Reiniger)
- Malerbetriebe (Loesemittel, Farben, Lacke)
- Reinigungsunternehmen (Chemische Reinigungsmittel)
- Labore und Forschungseinrichtungen
- Schreinereien (Klebstoffe, Lasuren)
Selbst wenn Sie nur ein einziges Produkt verwenden, das als Gefahrstoff eingestuft ist, sind Sie zur Fuehrung eines Katasters verpflichtet.
Was passiert bei Nichteinhaltung?
Die Nichteinhaltung der Gefahrstoffkataster-Pflicht ist kein Kavaliersdelikt. Bei Verstoessen drohen:
- Bußgelder — bis zu mehreren zehntausend Euro
- Strafrechtliche Konsequenzen — bei Gesundheitsschaeden
- Haftung — im Schadensfall auch zivilrechtlich
In der Praxis pruefen die Berufsgenossenschaften regelmaessig die Vollstaendigkeit des Katasters. Ein laufendes, aktuelles Verzeichnis ist der beste Schutz.
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