Gefahrstoffkataster erstellen lassen – oder selbst anlegen
Viele Betriebe suchen nach einem Dienst, der das Gefahrstoffkataster für sie erstellt. Die Wahrheit: Mit der richtigen Software legen Sie es selbst in wenigen Minuten an — Schritt für Schritt geführt und ohne teuren externen Dienstleister.
Selbst erstellen vs. erstellen lassen: Was lohnt sich wirklich?
Externe Dienstleister bieten an, das Gefahrstoffkataster für Ihren Betrieb aufzunehmen — das klingt verlockend, hat aber einen Haken: Ein Kataster ist kein einmaliges Dokument, sondern muss laufend gepflegt werden. Neue Stoffe, geänderte Sicherheitsdatenblätter, geänderte Lagerorte — das alles ändert sich im Betriebsalltag ständig.
Externer Dienstleister
- ✗Einmalaufnahme: hohe Kosten, veraltete Daten nach Monaten
- ✗Nachpflege kostet erneut — bei jeder Änderung
- ✗Kein sofortiger Zugriff für Ihre Mitarbeiter im Alltag
- ✗Keine automatische Zusammenlagerungs- oder Mengenprüfung
Geführte Selbst-Erstellung mit Software
- In Minuten selbst angelegt — Schritt-für-Schritt geführt
- Laufend aktuell: Änderungen sofort selbst eintragen
- Immer für alle Mitarbeiter zugänglich — auch mobil
- Automatische Zusammenlagerungsprüfung inklusive
Gefahrstoffkataster selbst erstellen: So geht's in 4 Schritten
Mit Gefahrstoffregister.de legen Sie Ihr Kataster strukturiert an. Das geführte Onboarding führt Sie durch jeden Schritt — Sie müssen kein Experte sein.
Betrieb anlegen & Lagerorte erfassen
Tragen Sie Ihre Lager- und Arbeitsbereiche ein. Die Software führt Sie durch alle relevanten Standortfelder — von der Werkstatt bis zum Chemikalienlager.
Stoffe per Excel-Import oder Stoffdatenbank hinzufügen
Haben Sie bereits eine Excel-Liste? Importieren Sie sie direkt. Alternativ nutzen Sie die integrierte Stoffdatenbank: Handelsname oder CAS-Nummer eingeben, Klassifizierung wird automatisch befüllt.
Sicherheitsdatenblätter hinterlegen
Laden Sie die Sicherheitsdatenblätter (SDB) Ihrer Lieferanten hoch. Die Software verknüpft sie automatisch mit dem jeweiligen Stoff — immer auffindbar, auch für Mitarbeiter.
Automatisch prüfen lassen & Kataster exportieren
Die Software prüft automatisch Zusammenlagerung und Mengenschwellen. Das fertige Verzeichnis können Sie als PDF oder Excel für die behördliche Kontrolle exportieren.
Was gehört ins Gefahrstoffkataster?
§ 6 Abs. 12 Satz 2 Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) benennt fünf Pflichtangaben je Gefahrstoff. Alles Weitere ist betriebliche Praxis — nützlich, aber nicht vorgeschrieben:
Pflichtangaben nach § 6 Abs. 12
- ✓Bezeichnung des Gefahrstoffs
- ✓Einstufung oder gefährliche Eigenschaften
- ✓Im Betrieb verwendete Mengenbereiche
- ✓Arbeitsbereiche mit möglicher Exposition
- ✓Verweis auf das Sicherheitsdatenblatt
In der Praxis zusätzlich üblich
- ✓CAS- und EG-Nummer
- ✓Einzelne H- und P-Sätze
- ✓Lagerort und Lagerklasse (TRGS 510)
- ✓Verwendungszweck und Datum des Sicherheitsdatenblatts
Weiterführende Anleitung: Gefahrstoffkataster erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Bestehende Excel-Liste importieren — kein Neustart nötig
Viele Betriebe führen ihr Gefahrstoffverzeichnis bereits in Excel. Den Umstieg auf Software müssen Sie nicht von null beginnen: Der Excel-Import überträgt Ihre bestehenden Daten direkt — Sie ergänzen nur, was fehlt.
Zeitaufwand: Wie lange der Erstaufbau dauert, hängt vor allem daran, ob eine Stoffliste bereits digital vorliegt. Mit Excel-Import sind die Stammdaten in einem Zug übernommen; ohne Importmöglichkeit muss jeder Stoff einzeln aus dem Sicherheitsdatenblatt übertragen werden.
Wann sich ein Dienstleister lohnt — und wann nicht
Ob sich ein externer Dienstleister für die Ersterstellung lohnt, hängt von drei Faktoren ab: der Anzahl der zu erfassenden Stoffe, der Zahl der Standorte und der internen Kapazität, die Liste danach selbst zu pflegen.
Dienstleister kann passen
- Sehr große Stoffmenge und mehrere Standorte auf einmal
- Keine interne Kapazität für die Ersterfassung
- Einmalige Bestandsaufnahme ohne Anspruch auf laufende Pflege
Selbst anlegen kann passen
- Überschaubare Stoffanzahl an einem oder wenigen Standorten
- Kataster muss laufend gepflegt werden
- Mitarbeiter sollen selbst Zugriff und Änderungsrechte haben
Was ein Dienstleister liefert — und was danach im Betrieb bleibt
Ein externer Dienstleister übernimmt in der Regel die Erstaufnahme: Stoffe vor Ort sichten, Sicherheitsdatenblätter einsammeln und eine erste Liste erstellen. Was danach im Betrieb bleibt, ist die laufende Pflege — jede Änderung an Stoffen, Mengen oder Lagerorten muss weiterhin erfasst werden, entweder erneut durch den Dienstleister oder intern.
Belastbare Marktpreise für die externe Ersterstellung liegen uns nicht vor und hängen stark von Stoffanzahl und Aufwand vor Ort ab. Kostentreiber sind in der Praxis vor allem die Anzahl der Standorte, die Anzahl unterschiedlicher Stoffe und ob Sicherheitsdatenblätter bereits vollständig vorliegen oder erst bei Lieferanten angefragt werden müssen.
Nächste Schritte
Jetzt selbst anlegen — geführt, in Minuten fertig
Kein externer Dienstleister nötig. Gefahrstoffregister führt Sie Schritt für Schritt — mit Excel-Import, Stoffdatenbank und automatischer Zusammenlagerungsprüfung.
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